Das Rad nicht immer neu erfinden

So wie sich Frisuren, Kleidung, Einrichtungen im Laufe der Zeit ändern, so wandeln sich auch unsere Sehgewohnheiten und Empfindungen. Das ganze nennt man dann Zeitgeist. Und das gibt es auch oder besser gerade im Design.
Um ein Zeichen den neuen Sehgewohnheiten anzupassen muß es dabei nicht grundlegend verändert werden. Wird es von einer durchaus passablen, jedoch nicht mehr zeitgemäß erscheinenden oder umgesetzten Idee getragen genügen sensible und behutsame Veränderungen. Das ganze nennt man dann Re-Design.

Unter Beibehaltung formaler Komponenten findet damit eine neu entwickelte Formensprache sowie zeitgemäße Typografie und Farbigkeit Eingang in das neue, optisch aufgewertete Zeichen.

Klare Schnitte statt kaschierender Kosmetik

Je nach Ergebnis der Bestandsanalyse führt manchmal nur eine prägnante Loslösung vom existierenden Zeichen zum Ziel.

Wenn vom bestehenden Design weder formal noch inhaltlich sinnvolle Komponenten die Weiterverwendung lohnen muß ein klarer Bruch erfolgen. Nach wie vor gibt es Auftraggeber die krampfhaft und bedingungslos am Bestehenden festhalten wollen. Das diese Einstellung selbst bei großen Unternehmen, die ihrem meist international ausgerichteten Corporate Design eine weit sensiblere Behandlung zuteil werden lassen müssen, passé ist lässt sich sehr schön und informativ auf den Seiten des Designtagebuch nachvollziehen.

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